Dienstag, 27. September 2016

kinderfilzkurse in ennetbaden





nach den herbstferien geht es wieder los mit den kinderfilzkursen!
und obwohl das wetter immer noch so spätsommerlich ist, habe ich schon einige anmeldungen - in diesem jahr durfte ich aber auch meine flyer über die schule verteilen... (flyer gestaltet von pixelwiese.ch)

Montag, 26. September 2016

unser gemüse (vom letzten freitag)


ein riesiger endiviensalat, krautstiel, lauch, kartoffeln, bohnen sind noch da. kräuter, kopfsalat, zwiebeln, zucchini, auberginen, paprika und tomaten sind schon gegessen.

Donnerstag, 22. September 2016

schwimmen

nun also, so schwimmtechnisch befinde ich mich ja sozusagen schon auf der zielgeraden. unter anderem weil wir ja keine echten ferien gemacht haben, sondern schwimmbadtest in der schweiz. vor allem freibäder haben wir über die sommerferien getestet und mit meinem lieblingsfreibad vor der haustüre verglichen. leider habe ich immer noch keines gefunden, das in punkto aussicht mit dem terrassenbad in baden mithalten könnte. denn wo blickt man schon vom schwimmerbecken auf eine malerische ruine?
nun ist aber leider die freibadesaison für dieses jahr schon wieder geschichte und ich wechselte ein bisschen wehmütig ins hallenbad. schon seit ein paar kilometern (auch wenn ich letzte woche nochmal im vereinsbad in der alten heimat draussen schwimmen durfte) und heute eben dann zum allerersten mal auch zu meiner üblichen schwimmzeit, donnerstags zwischen sechs und sieben. nun müsste ich nicht unbedingt zur besten feierabendschwimmzeit schwimmen gehen, könnte man denken, aber da die tochter auch gerade dann training hat, ergibt es sich immer ganz gut, denn meistens kann ich auf einem weg die rettungsschwimmer mitnehmen. 
mehr oder weniger ist alles beim alten im hallenbad: donnerstags trainieren auf den beiden schwimmerbahnen die triathleten. auch wenn ich heute mein fahrrad dabei habe, halte ich von denen abstand.
also bleibt der allgemeine schwimmerbereich. dort befinden sich bei meiner ankunft am beckenrand drei oder vier normal unauffällige schwimmer_innen und zwei schon etwas in die jahre gekommen jungs, die sich fröhlich wettrennen liefern, der eine krault, der andere schwimmt brust, und immer gewinnt der brustschwimmer, dafür macht der krauler mehr wellen.
nach mir betritt das becken ausser noch weiteren unauffälligen bahnenschwimmern zuerst das team grössenwahn. drei englischsprechende junge menschen mit allerhand wasserspielzeug und viel selbstbewusstsein. team grössenwahn deshalb, weil man gerne mal vom beckenrand weg fünf züge kraul oder drei züge delphin schwimmt, um anschliessend zügig zu ertrinken (jedenfalls beinahe). und zwischendurch dann mehrere bahnen lang am beckenrand herumhängt um die schwimmerische leistung zu diskutieren. dann kommen die mitgebrachten spielsachen zum einsatz: da wird mit brettern und hocherhobenem haupt beinschlag geübt und mit handpaddeln rumgespritzt, dass es nur so eine freude ist.
dann kommt die schwangere und ihre freundin. die beiden sind vor allem deshalb ins schwimmbad gekommen, weil sie während der schwangerschaft sich nicht in der bar auf ein cüpli treffen können und die schwangere auch keinen kaffee trinkt. deshalb schwimmen sie jetzt auf zwei bahnen verteilt gemütlich auf und ab und teilen ihre sorgen und nöte (mit allen schwimmer_innen).
mittlerweile sind noch drei oder vier ambitionierte ältere herren eingetroffen, die wahrscheinlich schon seit dem rütlischwur ihre bahnen reserviert haben.
team grössenwahn übt startsprung.
die wettschwimmer verlassen das becken (die sprechen auch englisch, überhaupt wird im schwimmbad um diese zeit viel englisch gesprochen).
team grössenwahn übt tauchen, oder wassertreten mitten im becken.
nach 1,3 km verlasse ich erschöpft das becken in richtung umkleide.
team grössenwahn trampelt tropfnass in der umkleide über mein handtuch.
im gastrobereich treffe ich beim verlassen des hallenbads den schwimmer, der donnerstags nach dem schwimmen immer ein sandwich und eine kleine tüte chips zum znacht nimmt und wünsche "en guete".
alles wie vor der freibadsaison also.

(78,7 km geschwommen in 2016) 


Dienstag, 20. September 2016

erste hausaufgaben, sommerpostfinale und handarbeitsbingo

darf man das alles miteinander vermischen? überlege ich mir gerade, aber einerseits ist es eine geschichte, in der einfach diese drei sachen vorkommen, die ich erzählen will und andererseits eint die drei angelegenheiten die freude am tun, am schaffen mit den händen. 

also dann: zuerst die arbeit, dann das vergnügen. letzten freitag sind die ersten hausaufgaben für den filzlehrgang hier eingetroffen. sie mussten aber noch ein bisschen warten, bis ich den monatlichen biocònewsletter fertiggestellt hatte. 


dann habe ich mich ans aufpacken der päckchen gemacht. ein bisschen wie weihnachten ist ja jedes paket, aber ich war schon sehr gespannt, wie viel die drei frauen vom kurswochenende mit nach hause genommen hatten und was sie davon alleine zuhause dann auch umsetzen konnten.

 ich denke, ich kann zufrieden sein. alle drei haben die aufgabe gut gemeistert - natürlich gab es ganz viel zu den filzen und auch zur dokumentation anzumerken und rückzumelden und ich hoffe, ich habe das so motivierend hinbekommen, dass alle etwas damit anfangen können.


 und nun habe ich zeit, mich um den abschluss der sommerpost zu kümmern. gestickt habe ich immer mal wieder an meinem gefilzten buchumschlag, auch letzte woche als ich unterwegs war, sticken ist da eigentlich eine gute alternative zu anderen handarbeiten, das war neu für mich. mittlerweile habe ich mein repertoire an stickstichen auf drei verschiedene erweitert, leider aber wieder vergessen, wie das mit den knötchen ging (sonst wären es glatt vier). wäre aber auch eher unpraktisch gewesen für den buchumschlag. falls jemand lust hat, mir zu sagen wie die verschiedenen stiche heissen, bin ich dankbar, ich wurstele mich da ja als autodidaktin und totaldilettantin eher so durch. heute morgen beim frühstück habe ich die letzten fäden verstätet (vernäht) und den buchumschlag noch gedämpft, damit er schön glatt liegt. anschliessend musste er trocknen.


 am nachmittag war er schon so trocken, dass ich den buchdeckel mit weissleim einstreichen konnte (buchleimmuster!) und den filz einfach ankleben. der leim trocknet durchsichtig, aber es ist ohnhin nichts durch den filz durchgedrungen.


so sieht das sommerpostbuch nun aus. blumenwiese im woll- und fadenparadies! ich blättere nochmal durch und danke noch einmal allen von meiner sommerpostgruppe. eure tollen seiten haben es in meinem filzumschlag nun kuschlig warm und nehmen licht und wärme des sommers mit in die kühlere jahreszeit.


und ich nehme die fertigstellung des sommerpostbuchs zum anlass, mich gleich wieder in so eine bloggerinnengeschichte zu stürzen. auf dem blog 60° nord habe ich schon vor ein paar wochen ein herbsthandarbeitsbingo gefunden, eine lustige idee wie ich finde, für die ich mich auch gleich angemeldet habe. es gibt verschiedene anregungen zum handarbeiten und wer eine fünferreihe voll hat, der nimmt an einer verlosung teil.
auf einen gewinn mache ich mir zwar ziemlich wenig hoffnung, aber dabeisein ist alles. (und immerhin leidet da niemand drunter, wenn mir im herbst irgendwann dann doch noch die handarbeitspuste ausgehen sollte...)
und man darf doppelt abstreichen. darum streiche ich mit der fertigstellung des sommerpostbuchs gleich vier felder: "etwas mit papier machen" fürs binden des buchs, "etwas filzen" - naja, das hätte ich vermutlich auch so noch irgendwann geschafft, "etwas sticken" - das ist bei mir schon eher ungewöhnlich, aber auch wieder nicht so ungewöhnlich, dass ich es mir gleich als neue technik anrechnen kann... und "etwas für mich selbst machen" - denn das buch gebe ich natürlich nicht her!
und nun schaue ich mal, was sich da so über den herbst noch ergibt.
zwei weitere felder habe ich schon im auge... denn ganz unten im bild ist eine materialliste für einen filzkurs zu sehen... eine neue technik winkt da und die gelegenheit mit anderen zusammen kreativ zu sein!
und jetzt muss ich schnell mal bei der frau müllerin schauen gehen, ob es schon andere fertige bücher gibt (oder ich wieder die oberstreberin bin).

Freitag, 16. September 2016

unser gemüse heute


rüebli, kartoffeln, bohnen, kräuter, 2 zucchini, 2 kleine auberginen, fenchel, rucola, patisson, 2 paprika, 2 salate, stangensellerie, tomaten.

Montag, 12. September 2016

12 von 12 im september


schon vor dem frühstück die reste der pfirsische mit einmachzucker aufgesetzt: da heute alle frauen der familie verreisen, besteht wenig chance dass das obst noch gegessen wird diese woche.


 die tochter überprüft zum dritten mal die packliste. wie empfohlen hat sie einen angemessen grossen rucksack, den sie auch die angekündigtn 150 treppenstufen hochtragen können wird. andere kommen mit rollkoffer, na dann viel spass!


nur ein glas marmelade ist es geworden. 


im esszimmer findet sich ein grosses heupferd auf den matheblättern des mittleren.


zwischen küche putzen und packen für mich finden sich noch ein paar minütchen um mit dem besticken des buchumschlags zu beginnen. 


und fürs zweite frühstück mit mann und grossem sohn, die heute keine knaben schiessen wollten und darum weder arbeiten noch zur schule gingen.


der heugümper nochmal auf der dahlie, da sieht man jetzt auch mal das grössenverhältnis.


dann mache ich mich auf den weg. die erste längere fahrt mit dem neuen auto gleich mal zum hören genutzt und arbeit und struktur von wolfgang herrndorf gehört. das reicht dann auch noch gut für die rückfahrt.


 gleich dran gedacht und fürs neue auto eine umweltplakette besorgt.


von meiner mutter mit flachswickeln empfangen worden.


 als gegenleistung die uhr versucht in gang zu bringen.


und beim blumengiessen hoffentlich kein töpfchen vergessen.
danach ging es ins restaurant, wo ich mich nicht getraut habe, das abendessen zu fotografieren, weswegen sie weiter vorne zweimal den heugümper zu sehen bekommen haben.
gut nacht!

Samstag, 10. September 2016

sommerpost, die letzte ... und auftakt zum grossen finale


 gestern kam die letzte sommerpost hier an! sie ist von monika, leider auch wieder ohne blog und ein bisschen finde ich es ja immer schade, dass man dann kaum eine chance hat, etwas über die entstehung der jeweiligen mailart etwas zu lesen oder zu hören. (und falls man das jetzt arrogant finden möchte, dann mache ich mal ein angebot: wer selbst keinen blog hat, aber interesse etwas über die entstandenen seiten zu erzählen, der würde ich hier ein plätzchen einräumen ... )


 tolle gelatine (?) drucke sind da entstanden. die beiden monde mag ich sehr.


aber auch die pflanzendrucke und die beiden so ganz anders gestalteten seiten ... ich denke hier druckte eine feder! und pace, frieden, das entschied ich ganz spontan, wird die letzte seite in meinem sommerpostparadiesbuch zieren. ein schöner abschluss. 


 und so habe ich gleich gestern nachmittag alle seiten nocheinmal zusammengesucht, dazu das material, das aus den briefumschlägen und begleitkärtchen noch vorhanden war. dann habe ich beschlossen, die jeweiligen zwei doppelseiten der einzelnen mitstreiterinnen nicht auseinanderzureissen sondern beisammen zu lassen und zwar wirklich nur jeweils die beiden und habe begonnen, das buch zu heften.
heute morgen habe ich dann noch begonnen einzelne seiten mit den "leftovers" zu gestalten und so schlussendlich ein rundherum gelungenes buch erhalten.


und weil ich nach ketchup- und paprikachutneykochen, nach patissoneinlegen und grillspiesse zusammenstellen noch zeit hatte, habe ich mal eine filzprobe für einen buchumschlag gemacht. wenn die filzprobe zufällig passend gewesen wäre, dann hätte ich sie ja auch gleich als umschlag nehmen können, aber so weiss ich nun wenigstens dass ich das material für den umschlag ein bisschen grosszügiger auslegen darf... wie nennt sich das? aussagekräftige probe? und den rand filze ich dann auch noch ein bisschen schöner wenn ich die begründete hoffnung haben darf, dass das nachher passt!

unser gemüse heute


karotten, paprika (reichlich!), auberginen, zucchini, patisson (zwei, da versteckt sich einer!), bohnen, salate, tomaten, kräuter, zwiebeln, kartoffeln.
und keine ahnung, wie wir ich das in der kommenden woche bewältigen soll. die zucchini und die patissons können ja ihren kollegen von der letzten woche gesellschaft leisten. heute abend soll gegrillt werden, am sonntag pizza gegessen. ab montag bin ich weg. will jemand meinen gemüsekorb?

Donnerstag, 8. September 2016

büchermuster


am liebsten mag ich bücher in der mehrzahl! ein brett voller bücher, was könnte schöner sein? als wir im frühjahr unser bücherregal entrümpelt und wieder schön eingeräumt hatten, hätte ich mich am liebsten davor gesetzt und es vor der belagerung durch die dinge des alltags beschützt. bücherregale sind bücherregale, keine ablageflächen für allerhand kram! da das im wirklichen leben für immer ein wunschtraum bleiben wird mit den ordentlichen und aufgeräumten bücherregalen mach ich mir jetzt welche für den mustermonat september bei frau müllerin. das thema sind nämlich "bücher".


 und zwar entsteht das erste bücherregal aus milchtütendruck. die ersten versuche sind suboptimal, da die linoldruckfarbe schon ein bisschen in die jahre gekommen ist und sich in ihre komponenten aufgetrennt hat. ausserdem hatte ich den intensiven eindruck was sinnvolles machen zu müssen, zum beispiel ein exlibris. (ganz knapp ist mir noch eingefallen, dass man die schrift ja seitenverkehrt machen muss. puh, glück gehabt.)


aber eigentlich steht mir der sinn dann doch mehr nach sinnfreiem arbeiten, also muss ein zweites bücherregal her. 


 mittlerweile hat sich die linoldruckfarbe wieder vermischen lassen und so kann ich tatsächlich mit meine regalen noch ein bisschen mustern. aber hallo, das wird jetzt aber arg gross! ok, einen versuch war das wert, aber ich denke, da geht noch was!


aber erstmal ist meine sicher dreissig jahre alte linolfarbentube leer. kann man eigentlich auch mit acrylfarbe milchtütendruck machen?

ein herzliches dankeschön geht wieder einmal an die frau müllerin, für thema und gelegenheit zum austausch!

an tiefdruck -wie bei der ideengeberin - wagte ich ja garnicht zu denken, aber jetzt sah ich gerade das! bei den bücherregalen wollte ich ohnehin nochmal bleiben, aber dann vielleicht auch noch mal eine woche bei den milchtüten?

tutorial "pilze filzen"


der sommer, der zuerst nicht anfangen wollte, will nun nicht enden. meinetwegen kann er noch ein bisschen bleiben, morgens ist ja jetzt schon genug herbststimmung - und ich kann auch schon mal eine kleine anregung geben für das basteln einer herbstdeko... mit pilzen!
wer nach dem video gleich loslegen mag, kann mich kontaktieren, es sind noch ein paar bastelpackungen vom markt übrig geblieben.
die bastelpackungen enthalten etwa 60 gramm wolle in verschiedenen farben sowie ein stück schaumstoff und eine filznadel, und natürlich auch eine schriftliche anleitung zum pilzefilzen! sie kosten 12 franken plus porto.

Mittwoch, 7. September 2016

haus konstruktiv - um die ecke denken.

am sonntag sind wir noch schnell, schnell am letzten tag die aktuelle ausstellung im haus konstruktiv anschauen gegangen. frühmorgens gefrühstückt, die tochter zum grümpelturnier verabschiedet (der organisierende sohn war schon lange weg), dann das erste spiel der tochtermannschaft gegen die parallelklasse angeschaut, zwischendurch noch eine halbe stunde irgendwas gearbeitet, um halb elf ins auto gesessen und um kurz nach elf gerade noch den anschluss an eine führung erwischt. 

die jetzt leider schon zu ende gegangene ausstellung "um die ecke denken" zeigte aus anlass des dreissigjährigen bestehens des haus kontruktiv werke aus der sammlung und zwar ausschliesslich solche, keine leihgaben zur thematischen ergänzung oder ähnliches. ergänzt wurden diese sammlungsstücke durch gastinterventionen von mehreren zeitgenössischen künstlern und zwar auf spannende und grossenteils auch sehr humorvolle art und weise. 


eine der gastinterventionen bestand aus der umsetzung von eintragungen in gästebücher von ausstellungen in neonschrift. und ich lasse das jetzt mal so stehen - für die ausstellung und für die führung. wobei das mit der ausstellung ein bisschen schwierig ist - da wir ja einen grossen teil der ausstellungen in diesem museum in den letzten jahren gesehen haben, kannten wir fast alle gezeigten werke. und auch manches, was die führerin zu erzählen hatte, war uns nicht neu. die art indessen, wie sie das getan hat, war wirklich "very, very good!" einerseits hatte sie ein klares konzept und half uns so, das gesehene mit dem was wir bereits wussten zu vernetzen, andererseits wusste sie zu allem was da so herumstand etwas zu sagen und bettete so das gezeigte in die welt ein - eher anekdotisch zum teil, aber man schaut halt den standardbriefkasten gleich mit anderen augen an, wenn man das künstlerische oeuvre des designers auch noch kennt. 


die gastinterventionen musste ich dann auch so ein bisschen fotografieren. ich mag ja die ordnung in der kunst, die das haus konstruktiv gerne mal ausstellt, andere dürfen dann schmunzeln - über die gastinterventionen.


aber bitte nicht fragen, wo denn hier die kunst sei. (auch nicht bei einem bunten legoturm als gastintervention...)

um zwei waren wir wieder zuhause, sahen der tochtermannschaft noch ein bisschen beim siegen zu (immerhin waren sie die ältesten, die noch antreten dürfen) und schliesslich im strömenden regen den alles entscheidenden elfmeter penalty, der die fünftklässlermannschaft zum sieger des turniers machte. naja, immerhin hätten sie ja schon im letzten jahr gewonnen, sagt man. kann sein, kann aber auch nicht sein - spätestens nächste woche interessiert das keinen mehr - immerhin hatten sie viel spass an einem schönen spätsommertag.

Sonntag, 4. September 2016

sommerpost nummer 8

(so uneinheitlich wie die sommerpost ist auch meine nummerierung der sommerpostposts) 


 bereits am donnerstag erreichten mich die seiten, die elvira für die diesjährige sommerpost gestaltet hat. sehr pflanzlich, auf dem umschlag und dem grussanhänger blüht es sogar.


 da war sicher eine geliplatte im spiel, aber was ist das oben? ein schnurdruck? ich glaube, so was habe ich mal in der grundschule gemacht! und seither auch nie mehr gesehen!


gut habe ich einen garten - denn sonst hätte ich vermutlich sterben müssen, um ins paradies zu gelangen. (jaja, die alten perser, die haben auch nicht dran gedacht, dass irgendwann mal menschen in etagenwohnungen leben werden.) wobei ich mir momentan nicht so sicher über die paradiesischen zustände in unserem garten sicher bin. nächste woche geh ich mal nachschauen, da muss dann sowieso die hecke geschnitten werden, im paradies, äh, nein, im garten natürlich.
liebe elvira, ich hoffe, du verzeihst mir meine albernen sprüche... die seiten sind nämlich wunderschön und von einer ganz zarten farbigkeit (bis auf den schnurdruck, der knallt dann dafür so richtig) und ich bedanke mich fein ordentlich!

Samstag, 3. September 2016

am markt


ich stand und sass heute so den ganzen tag über auf dem kunsthandwerkermarkt und filzte pilze und hing pilze auf und ab und zu auch welche ab, um sie zu verkaufen, ich verschenkte ein paar soeben gefilzte pilze und verkaufte ein paar windlichte und sonst noch ein paar sachen und jetzt bin ich sehr, sehr müde. und hungrig.
(und wenn ich gerade mal nicht hinter dem stand auf meine pilze sah, dann machte ich eine kleine runde durch den park - ja, der markt ist wirklich in einem park gewesen - und habe dabei andere stände angeschaut, unter anderem den der beiden brettchenweberinnen, unbedingt mal reinschauen!)

Freitag, 2. September 2016

unser gemüse heute


ist richtig viel: rüebli (sind fürs klassenlager der tochter reserviert), weisser rettich, 2 zucchini, zwiebeln, kartoffeln, patisson, 2 mais, tomaten, auberginen, salat, kräuter, rucola, bohnen.

Mittwoch, 31. August 2016

pilze

das positive zuerst. das wäre dann, dass das videotutorial zum pilzefilzen tatsächlich gestern abend fertig geworden ist. der grosse sohn hat das ganze sehr unaufgeregt gefilmt (er blieb sogar sehr cool als es an der tür läutete), lässig geschnitten und mir dann gestern abend zum download bereitgestellt.

ich fühlte mich geehrt, denn offensichtlich traut man mir zu, dass ich den film herunterlade, auf youtube wieder hochlade, das ganze ordentlich verschlagworte und anschliessend auch noch in die neue webseite einbinde. zum letzteren meinte der mittlere sohn, der die webseite zu verantworten hat, beim gehen heute morgen nur lapidar: ist alles erklärt, kein problem.
war es auch nicht. runterladen, hochladen, verschlagworten, einbinden. fertig.

nebenbei blieb ein bisschen zeit um mich um den stand zu kümmern, für den markt, der die deadline der ganzen aktivitäten rund um webseite, kursprogramm und pilzanleitung markiert.
ich überlegte also nochmal, was genau in die bastelpackung "pilz" alles reinmuss, suchte ein paar grundwollen und ein paar bunte fetzen heraus und schaute mal so nebenbei in den diversen kisten nach den pilzen, die ich vom letzten jahr noch übrig hatte.
und suchte. nicht mehr nebenbei, dafür im ganzen haus. im keller bei den wollvorräten. im arbeitszimmer bei den fertigen filzsachen. auf dem dachboden bei den filzsachen, die man eher selten braucht.
und irgendwann dann auch bei der letzten stelle, wo die pilze zum verkauf angeboten worden waren.
fündig wurde ich indessen nicht. zumindest vorerst. die pilze befanden sich in einer papiertüte in einer kiste, die ich zumindest nicht wirklich gründlich durchsucht hatte. später dann, irgendwann. nachdem ich das haus mehr oder weniger auf den kopf gestellt hatte.

während dem warten auf den rückruf aus der spinnwebstube habe ich wenigstens die bastelpackungen fertig gepackt. und versucht, die schriftliche anleitung für die pilze mit screenshots aus dem videotutorial zu bebildern.
da war mir nämlich von den familiären it-beauftragten versichtert worden, dass das ganz sicher super ginge und ganz easy sei.
ging aber eher nicht. also technisch schon, screenshot machen und so, kein problem, da hatten die jungs schon recht. alleine die bilder. bewegungsunscharf. und dann sieht man ja eigentlich nie wirklich, was ich da tue. jedenfalls nicht auf dem standbild. im bewegtbild schon.

also beschloss ich, neue phasenfotos zu machen. so mit einer hand am filzpilz und der anderen an der kamera. was schon allein deshalb schwierig ist, dass man bei unserer spiegelreflexkamera den auslöser mit dem rechten zeigefinger drücken muss (wie machen das eigentlich linkshänder?). also musste ich mit links filzen. nun filze ich ihnen so einen pilz natürlich mit links, aber halt unter zuhilfenahme der rechten hand. normalerweise. ausnahmsweise auch mal mit links. aber nur bis dahin, wo die linke den stiel des pilzes hält und die recht mit der filznadel den rand fixiert. die rechte war aber schon anderweitig beschäftigt, nämlich mit der kamera.

da es fast schon mittag war und die tochter also beinahe schon zuhause, nutzte ich die restliche viertelstunde um das stativ des grossen sohnes zu suchen (und dann auch noch die stativplatte), kamera, stativ, filzmatte in eine stabiles versuchsarrangement zu bringen, die tochter mit melonen-bündnerfleisch-mittagessen zu bestechen und sie anschliessend als kamerasklavin einzuspannen.
und da sie nicht nur brav abdrückte, wenn ich "jetzt" sagte, sondern auch noch das bild kontrollierte (mama, das ist unscharf, du darfst dich nicht bewegen), hatte ich binnen einer weiteren viertelstunde sehr brauchbare phasenfotos.

die ich am frühen nachmittag in das bereits vorbereitete worddokument mit der filzanleitung einfügte und versuchte auszudrucken. und daran scheiterte.
und passen sie auf: da schliesst sich der kreis. denn der computer, der sowieso immer mal wieder wegen heiss und zu vielen daten und zu vielen anwendungen offen, ein bisschen schwächelt, weigerte sich rundheraus, einen druckauftrag loszuschicken, tat aber raffinierterweise immer so, als sei alles in bester ordnung. fortschrittsbalken wiegten mich in sicherheit. aber aus dem drucker kam: nix.
also laptop runterfahren, was ewig dauerte, dann wieder hochfahren, den film löschen, dann endlich drucken.

nebenbei bereitete ich mittlerweile das abendessen vor. und versuchte das chaos von der pilzesuche, vom spontanen fotoshooting, von der druckerfehlersuche und ganz allgemein vom tag etwas einzudämmen.
ganz kurz bevor ich an den übertrittselternabend an der schule der tochter aufbrechen musste schüttete ich mir dann noch einen sanbitter mit orangensaft über die hose.
da wundert es mich eigentlich nur noch, dass mich am elternabend überhaupt noch etwas aufregen konnte.

Dienstag, 30. August 2016

nach dem kurs ist vor dem markt...


kaum habe ich alles vom vergangenen materialintensiven kurswochenende einigermassen verräumt geht es schon wieder ans packen für den markt am kommenden samstag.
hier in der nachbarschaft quasi, im regionalen pflegezentrum in baden (wettinger seite, für alle auswärtigen) findet am samstag 3. september von 10 bis 17 uhr ein kunsthandwerkermarkt unter dem motto "kunst und kunstvolles im park" statt.
und weil das unter anderem eine gute gelegenheit ist, für das aktuelle kursprogramm zu werben, bin ich dabei!
besuchen sie mich doch, holen sich die neuesten termine für kurse und schauen mir dabei zu, wie ich pilze filze. dazu gibt es dann demnächst auch noch ein tutorial auf der homepage (muss noch fertig werden) und auf dem markt erstmals baselsets für zuhause.

Montag, 29. August 2016

das war ein heisses erstes filzlehrgangswochenende!


 am wochenende startete der filzlehrgang der filzszene.ch mit dem ersten lehrgangsmodul zum thema "was ist filz?" hier bei mir in ennetbaden. drei teilnehmerinnen durften erste eindrücke mit wolle, wasser, wärme und bewegung (die vier voraussetzungen für die entstehung von filz) sammeln.
wärme hatten wir mehr als genug an diesen beiden tagen, so dass das mit der bewegung fast schon ein mühsam wurde... die nachmittage waren jeweils eine herausforderung, für teilnehmerinnen und kursleitung gleichermassen, aber mit viel eistee und ein paar päuschen mehr ging es dann doch irgendwie. 


das wollangebot war für einmal beschränkt auf die natürlich vorkommenden farben und hier im bild ist sogar vorwiegend schweizer wolle zu sehen! gearbeitet wurde mit rohwolle, flockenwolle und auch mit fertig kardierter wolle von pro specie rara schafen. ich denke, man kann schon jetzt ein bisschen die handschrift der einzelnen frauen ausmachen - nun bin ich gespannt, wie sie sich im laufe des filzlehrgangsjahres entwickeln werden!
spass gemacht hat es nicht nur mir, sondern auch allen drei teilnehmerinnen, deren fazit jeweils lautete:
- das war ein anstrengendes wochenende!
- je länger ich gearbeitet habe, desto mehr freude hat es mir gemacht!
- ich war überrascht und begeistert, was sich aus rohwolle machen lässt!


Freitag, 26. August 2016

quer durch den gemüsegarten - ein wochenrückblick


 die bilder von diesem violetten grünkohl (ist das jetzt schwarzkohl?) habe ich schon am vergangenen sonntag gemacht, auf einem spaziergang entlang der aare, genauso wie das bild von der wurzel im asphalt.


die woche war noch einmal ziemlich angefüllt mit der arbeit am ersten modul des filzlehrgangs. weil da in den ersten zwei tagen auch eine ganze menge theorie bearbeitet werden muss ist es ein bisschen mehr arbeit als nur gute anleitung bei der filzarbeit. nachdem ich mich dann ins thema eingearbeitet hatte, war ich auch ein schon recht angefressen und konnte garnicht mehr aufhören mit planen und material zusammenstellen...


und da ich gleichzeitig für den markt am ersten septemberwochenende noch sitzfilze brauchte, übte ich nochmal die turkmenische filztechnik. ausschliesslich mit naturfarbenen wollen, wo wie es auch die kursteilnehmer machen werden. (ich hab noch ein paar mehr gefilzt... hat suchtcharakter.)


die ganze woche über durfte ich mich über die überschänglichen kommentare zu meinem beitrag zur sommerpost freuen, das tat gut, gerade weil  (nein das lasse ich jetzt mal so stehen). und schwupps war es freitag. jetzt muss ich nur noch alles material in den kursraum verfrachten, das mache ich heute abend, wenn ich ein paar helfer habe und es draussen nicht mehr so warm ist.
das gemüse, das heute von der gemüsegenossenschaft kam, verspricht auch neben dem genuss ein bisschen arbeit...
paprika, auberginen, mais, rüebli, zucchini, kartoffeln, stangensellerie, tomaten, bohnen, salate, basilikum. vielleicht kann ja der grosse sohn was für seine party brauchen...

Montag, 22. August 2016

sommerpost - mein paradiesgartenplan

oder eher mein plangartenparadies? mein gartenparadiesplan? 

als wir an einem verregneten maiwochenende in zürich die ausstellung "gärten der welt" besucht haben, war das diesjährige sommerpost-thema "paradies" zwar noch nicht bekannt, aber trotzdem nahm ich von dort die wichtigsten inspirationen mit nach hause. 

das erste "kapitel" dieser wirklich sehenswerten ausstellung im museum rietberg beschäftigt sich mit dem ursprung der gartenkunst und da ist man natürlich sehr schnell beim paradies oder garten eden, der zumindest* in der christlich-abendländischen kultur als das urbild des gartens gilt, als das paradies, das gott selbst in der noch unbelebten natur geschaffen hat: in einer einöde, als "es auf der erde noch keine feldsträucher gab und keine feldpflanzen wuchsen", pflanzte gott den garten: "dann legte gott, der herr, in eden, im osten, einen garten an und setzte dorthin den menschen, den er geformt hatte. gott der herr, liess aus dem ackerboden allerlei bäume wachsen, verlockend anzusehen und mit den köstlichsten früchten, in der mitte des gartens aber den baum des lebens und den baum der erkenntnis von gut und böse."
dieser garten wurde natürlich nicht nur immer wieder gesucht, sondern auch viele forscher und künstler versuchten, ihn bildlich darzustellen: ein von einer hohen hecke oder mauer umgebener, weitläufiger, quadratischer garten, in dessen mitte ein fluss entspringt, der den garten mit kanälen unterteilt. die gestalt dieses gartens gilt als urform in der geschichte der gärten. allerdings geht diese vorstellung nicht nur auf den biblischen text zurück, sondern auf tatsächliche gartenanlagen, die in persien bereits im 6. jahrhundert vor unserer zeitrechnung existiert haben. diese geometrische grundform verbreitete sich später durch die islamischen gärten über spanien auch nach europa und wird durch die vergleichbare geometrie in den kreuzgangsgärten der klöster im mittelalter fortgesetzt, die auch als paradiesgärten bekannt sind.
wie bekommt man nun gärten in eine ausstellung? natürlich immer in form von gartendarstellungen - auf bildern, fotografien, filmen, installationen und nicht zuletzt in form von gartenplänen. und die haben es mir in der ausstellung besonders angetan. 
zum beispiel diese vom garten des garten des amun- tempels von karnak aus dem grab des sennefer: (
durch diesen garten kann man mit hilfe einer vr-brille in der ausstellung sogar selbst hindurchspazieren!)


die idee eines gartenplans war da also irgendwo in meinem hinterkopf, als ich mit den ersten versuchen für die sommermailart begann.


mit quadratisch zugeschnittenen schwämmchen in verschiedenen grössen druckte ich zunächst mit acrylfarbe, war aber vom ergebnis nicht so begeistert, denn mir fehlte das lichte und helle, das in meiner vorstellung irgendwie dazugehörte.


ein zweiter versuch mit relativ stark verdünnten wasserfarben gefiel mir da schon besser.


da ich ganze din a 4 seiten bedruckt hatte, blieben eine menge randstreifen übrig und es gab zwei kleine büchlein, in die ich mir weitere ideen für die gestaltung notierte, in den einzelnen feldern herumkritzelte und ein bisschen mit stempeln der tochter rumprobierte.


irgendwie fehlte aber noch etwas für einen richtigen gartenplan. beete, felder mit ackerfurchen, wasserwellen für die bassins, bäume und blumen schwebten mir vor und fanden ihren weg in stempelgummi.


den gummi habe ich schon eine weile, und auch schon mal für die fische im frühling damit experimentiert. zum ersten mal aber habe den stempelgummi mit linolschnittwerkzeug bearbeitet und war begeistert, wie einfach das geht! (fast ein bisschen zu einfach... man schneidet gerne auch mal was weg, was da bleiben sollte...) die acrylfarbe habe ich mit einer kleinen schaumstoffrolle auf die stempel gewalzt - das hatte ich mir bei michaela so abgeschaut.


und so füllte ich also einige der gartenparzellen mit leben. hecken, bäume, kleine pflänzchen, die gerade erst aus der braunen erde schauen, ackerfurchen - gut, manchmal braucht man schon ein bisschen fantasie.


auf einer anderen doppelseite ein bisschen gekritzel, an einem weg bäume, sträucher, zypressen, teilweise noch mit buntstiften koloriert.


in ein "beet" habe ich dann noch ein paar worte gesät. denn das ist auch ein teil meiner idee: vielleicht habt ihr selbst ja auch noch kleine und grosse stempel, mit denen ihr die beete beplanzen und die tümpel beleben wollt?


dann noch ein bisschen herumgestempelt mit den schönen buchstaben aus einem kinderdruckereikasten vom flohmarkt...


und ganz zum schluss machte ich noch einen zufallsfund für die umschläge: in den frühlingsferien habe ich in prag eine ganze rolle tschechischer geologischer landkarten gekauft. lustigerweise ist auf einigen der karten die unmittelbare umgebung einer gegend in tschechien kartografiert, die cesky raj, also böhmisches paradies, heisst. was könnte also besser passen für die paradiespost?

am schluss habe ich das gefühl, dass ich da etwas stark erklärungsbedürftiges gemacht habe. vielleicht funktioniert meine sommerpost auch ohne die erklärungen, das wäre der idealfall, schauen wir mal. 


*neben dieser an den garten eden geknüpften vorstellung eines paradiesgartens gibt es im christentums wie auch in anderen religionen das paradies auch als ort eines endzeitlichen zustands, als himmlisches jerusalem, als ort der erlösung und unsterblichkeit, der harmonie und erfüllung. das im koran beschriebene paradies ist ebenfalls an eine gartenvorstellung geknüpft, einen garten in dem milch und honig fliessen, und auch im buddhismus und daoismus sind paradiese ebenfalls in sich geschlossene, von der aussenwelt abgeschirmte orte von zauberhafter schönheit, die die gestalt himmlischer palastanlagen oder gärten haben.