Sonntag, 22. Januar 2017

badhotel schwanen (teil 2)


nach mehr als drei jahren gab es gestern zum zweiten mal die möglichkeit das alte badhotel schwanen in ennetbaden zu besichtigen. glich das gebäude im november 2013 noch eher einem lost place und wartete noch mit vielen details aus seiner langen geschichte auf, ist das haus nun nur noch im erdgeschoss und im keller wiederzuerkennen. komplett unterfangen und mit neuen tragenden betonwänden versehen, entstehen da gerade wohnungen in den oberen etagen, ein restaurant im ehemaligen grossen saal, eine medizinische praxis im erdgeschoss und ein wellnessbereich im untergeschoss, wo immer noch die thermalquelle zu besichtigen ist.


einige historische details, darunter auch ein raum mit einem wannenbad im keller sind erhalten worden, vieles wurde neu gestaltet unter berücksichtigung der historischen bausubstanz.


aber dem gebäude wurde damit hoffentlich eine chance gegeben, nachdem einige andere alte und traditionsreiche gebäude im ortskern der gemeinde weichen musste. der rohbau lässt teilweise nur ahnen, wie die spätere nutzung aussehen wird, manches ist wohl auch noch offen - bleibt zu hoffen, dass neues leben in die alten räume einkehrt.


der charme vergangener zeiten. 


 und ein bisschen baustellenkulisse.

Freitag, 20. Januar 2017

challenging (tschällentsching)


draussen ist es so kalt, da braucht es zur zeit wohl eine challenge um mich hinter dem ofen vorzulocken. irgendwie scheint die bloggerei ein bisschen aussentemperaturabhängig zu sein, mir fällt grad nix ein, will das heissen. auf instagram habe ich dafür diese woche bei @salut_les_copines bei der farbenchallenge mitgemacht. und für alle nur-blogleser (falls sie was dran ändern wollen: rechts gibt es einen link auf instagram) habe ich oben nochmal meine fotos zusammengefasst. gefragt waren: puppe, rund, textiles, licht und hase, möglichst in bunt und sie können sich ja jetzt mal überlegen was da zu was passt. morgen und übermorgen geht es weiter mit "du" und "dein wunsch" - da bräuchte ich noch ideen.


ab mittwoch gab es dann bei aroha knits eine weitere challenge, da werden in 5 tagen fünf verschiedene schalkonstruktionsmöglichkeiten angeboten, jeden tag eine (am wochenende ist pause) und man kann glaub noch mitmachen. eigentlich lohnt es sich schon alleine deshalb, weil man dann täglich ein mail mit der anrede "kia ora, stefanie" (so begrüssen sich die maori auf neuseeland!) bekommt. als echter challenge-nerd habe ich natürlich alle drei bisher veröffentlichten muster schon gestrickt und geblockt. und ich finde meine idee, die kleinen tücher fortlaufend aus einem knäuel selbstgesponnener farbverlaufswolle zu stricken immer noch gut.

mittwoch allerdings war es echt doof, dass das erste muster um 12 veröffentlicht wurde (6am CET), ich eigentlich schon fast auf dem weg in den kinderfilzkurs war und nicht sofort losstricken konnte.


dafür war der kurs sehr kurzweilig und nett mit acht kindern und insgesamt fünf erwachsenen. 


es sind nicht alle schneemänner auf dem bild, aber seien sie dessen versichert, dass es schon schwierig genug war, sechs von 10 auf ein bild zu bekommen!

und auf dem rückweg lief mir grade noch was für den mustermittwoch der frau müllerin über den weg. (also eigentlich lief natürlich ich, der dohlendeckel ist da schon längere zeit.)


beim mustermittwoch von müllerin art geht es zur zeit um strassen und wege. und dieser dohlendeckel erinnert mich seit jahren an eine nicht wahrgenommene mustermöglichkeit. denn während meiner filzausbildung gab es eine modulhausaufgabe, die verlangte aus einem gegenstand ein muster zu entnehmen und damit weiterzuarbeiten. und weil bereits in der ideensammlung ein kanaldeckel gezeigt wurde, konnte ich nachher nicht diesen deckel als musteranregung nehmen. (also weil ich das nicht wollte, nicht weil mir das jemand verboten hätte) am ende sind es hagebutten geworden, mit denen ich das muster gemacht habe, aber so richtig zufrieden war ich damit nie. danach habe ich mich aber zügig dem abstrakt-geometrischen zugewandt. also geht der deckel heute zum mustermittwoch!

Montag, 16. Januar 2017

insider - outsider


am vergangenen samstag nutzten kai und ich die gelegenheit für einen ausflug in die grosse stadt, eigentlich nur, weil kai im les halles muscheln essen wollte, aber da wir schon am nachmittag fahren konnten, verbanden wir das essengehen mit ein bisschen stadtspaziergang und einem besuch im musee visionnaire am predigerplatz.
das kleine, seit drei jahren privat betriebene museum bietet raum für kunst von aussenseitern. die momentane ausstellung befasst sich gerade mit dem thema, was denn eigentlich solche aussenseiterkunst ist. art brut oder naive kunst sind nur andere ausdrücke, andere spielarten und es gibt wohl nicht wirklich eine definition was denn nun offizielle kunst und was sozusagen offiziell nichtkunst, aber halt doch irgendwie auch keine bastelei ist.
die einleitende tafel lässt  uns eher ratlos zurück, aber eigentlich wollten wir ja auch gar keine definitin lesen, sondern kunst anschauen!
beim lesen der biografien der künstler fällt auf, dass die meisten aus einfachen verhältnissen stammen, früh ein elternteil, meist die mutter verloren haben und das malen oder modellieren oft eine der wenigen möglichkeiten darstellt, sich vom alltag abzulenken, teilweise sogar einfach die zeit herumzubringen. die materialien sind durchweg einfach zugänglich, oft sogar eigentlich abfall oder zumindest selbst gesammelt. die meisten künstler haben nie eine künstlerische anleitung oder gar ausbildung bekommen.
und trotzdem hat jeder künstler seinen ganz eigenen stil entwickelt und arbeitet oft seriell, ja obsessiv am immer gleichen motiv oder mit dem immer gleichen material.


 paul amar erschafft aus muscheln, klebstoff, farbe und glitzer ganze dioramen und grosse figuren.


details der obigen figur:


alles, wirklich jede figur ist aus muscheln zusammengesetzt, bei den pinguinen sieht man das wirklich erst auf den zweiten blick, vor allem auch wegen der farbe.


an diesem bild mag ich die art, wie quasi ein ganzes zimmer inventarisiert wird, aber man doch noch eine ahnung hat, wie die dinge angeordnet sind. den namen des künstlers habe ich leider zu notieren vergessen.


manche bilder würden auch neben offizieller kunst nicht auffallen.


«Statt uns zu fragen, in welche Kategorie ein Künstler gehört, sollten wir uns leiten lassen, von dem, was uns sein Werk erzählt, und versuchen, es vor dem geschichtlichen Hintergrund zu verstehen, in dem es entstanden ist. »

mit diesem zitat von balthazar lovay, dem kurator der kunsthalle fribourg, empfehle ich ihnen die ausstellung ausdrücklich, nicht um sich einen begriff von aussenseiterkunst zu machen, sondern einfach weil es spass macht! 

Freitag, 13. Januar 2017


erstes gemüse in 2017. gewachsen in 2016. kartoffeln, rüebli (nicht von unserem hof) randen (evtl. auch nicht) wirsing oder wirz, zwiebeln, muskatkürbis. nass war es im juni, so nass, dass wir jetzt kaum mehr lagergemüse haben. immerhin wirsing, aber ich weiss immer noch nicht, was wir heute abend essen werden.

Donnerstag, 12. Januar 2017

12 von 12 im januar

uiuiui, es sind tatsächlich noch zwölf geworden, ich hab schon garnicht mehr dran geglaubt. aber lassen sie sich vorwarnen, es sind absolut aus dem leben gegriffene bilder, denn das war so ein aus dem leben gegriffener tag halt. mehr und vielleicht auch schönere bilder von diesem zwölften finden sie wie immer bei caro von "draussen nur kännchen".

 

es geht los mit ein bisschen stricken beim frühstück, der lustige westknits-pullover ist fast fertig. mal abgesehen von etwa 2000 fäden, die noch vernäht werden wollen.


danach 40 socken paaren. heute blieb nur ein einzelner übrig. einen fand ich viel später an einem ungewöhnlichen ort.


der mann, pardon, kai ist heute im home office. also gibt es pünktlich um zehn das zweite frühstück mit milchkaffee und einer brezel.


 und der aktuellen zeit. ein bisschen zeit zum zeit lesen bräuchte ich schon.


gestärkt kümmere ich mich weiter um unseren dachboden. immerhin die weihnachtsbücher haben einen schönen neuen platz gefunden. aber irgendwie ist das dachbodenaufräumen immer eine sisyphosarbeit. ich muss beim aufräumen viel an des "kammerl des grauens" denken, von dem frau brüllen neulich schrieb. ist bei uns im prinzip ähnlich. nur haben wir auch noch einen keller.
(btw: hier habe ich die socke gefunden.)


zum zmittag gab es pfitzauf, allerdings hat der hunger wieder mal den plan besiegt, schöne fotos für den 12ten zu machen. hier sehen sie die mehr oder weniger traurigen reste.


nach dem essen einkaufen, soll ja helfen, dass man nicht einen haufen unnötiges zeug zusammenkauft. sieht zwar anders aus im wagen, aber ich darf dran erinnern, dass morgen das gemüse der genossenschaft und zwar gleich körbeweise kommt. also muss ich in der migros sicher kein gesundes zeug kaufen.


 lesepause. aber erholsam ist das ja nicht.


und nochmal der pullover von herrn west. der icord am halsausschnitt hat mir solchen spass gemacht, dass jetzt auch noch an den unteren rand einer kommt. ausserdem verlisme ich eine menge fäden so und das vorderteil wird vielleicht noch ein kleines bisschen länger...


einen teil der weihnachtsdeko hab ich mit absicht vergessen. der stern bleibt bis lichtmess, denn der beleuchtet unser treppenhaus solange es dunkel ist. und weil gleich nach lichtmess ferien sind hat er auch noch eine gute chance den märz zu erleben. heute kam die bestätigung für die skiferien, juhui, wir machen ferien im brandnertal! keine ahnung, wie es da ist, aber was neues ist immer gut. 


 allmählich wird es höchste zeit den tisch für die betriebsgruppensitzung der gemüsegenossenschaft frei zu machen. es gibt weisskrautpie, guetsle und mandarinen. ausserdem ein riesiges chaos, weil es keine traktanden gibt, keine tagesordnung und wie immer alles sehr grundsätzlich diskutiert wird. mein lehrgang in basisdemokratie und irgendetwas zenartigem, wo man manchmal einfach nur noch einatmen - ausatmen denken darf, weil man sonst schreiend aus dem zimmer rennt. denn basisdemokratie ist schön an einem lauen sommerabend auf dem bauernhof, aber nicht sechs wochen vor der generalversammlung, bei der über budget und rechnung und anträge abgestimmt werden muss, und das bitte in rechtlich einwandfreier form. und die einladung, wann spätestens, muss die verschickt sein?


und so geht das dann zu ende: ein haufen papier, kein ordentliches protokoll, und nächsten mittwoch treffen wir uns dann zu dritt um das ganze nochmal zu ordnen. (der bauer, die liebste betriebsgrüpplerin und ich, für mich passt das als vorbereitung für die letzte gv, die ich als bg-mitglied mitverantworten muss.)
gut nacht. 


Freitag, 6. Januar 2017

winterspaziergang

knackig kalt und sonnig war es heute nachmittag bei uns. darum habe ich kurzerhand nur schnell mit der zur verfügung stehenden manpower die tische für den filzlehrgang morgen ins quartierzentrum gebracht, alle kisten und körbe stehengelassen und bin einfach zu einem spaziergang aufgebrochen. 


 der nussbaum mit dem rabennest.


 im schatten eisigkalt.


und mit der tief stehenden sonne gibt es lustige schatten. so gross bin ich heute!

Mittwoch, 4. Januar 2017

so was wie ferien

heute morgen haben kai und ich festgestellt, dass wir auch über die ferien keinen einzigen artikel in der abonnierten zeit gelesen haben. irgendwie ging die gemeinsame weihnachtsferienwoche ohne schnee und zuhause so schnell vorbei, dass wir nicht so recht in den entspannungsmodus gefunden haben. dafür haben wir einiges erledigt, das hochbeet endlich aufgebaut und mit dem gesammelten grünschnitt in verschiedenen verrottungsstufen gefüllt, ein bisschen entrümpelt im vorratskeller und garderobenschrank (und auf dem dachboden?), eingekauft. aber wir haben auch rogue one im kino gesehen, waren im schwimmbad und im kunsthaus aarau, haben etliche folgen downton abbey angeschaut und zwei ausflüge unternommen. 


in der altjahrwoche (was für ein schönes wort!) waren wir in bern. die tochter muss in der schule einen vortrag über die touristischen anziehungspunkte der bundeshauptstadt halten und konnte sich an die vergangenen besuche nicht mehr so recht erinnern (zugegebenermassen entfallen mehr als die hälfte unserer bernbesuche auf die deutsche botschaft, verbunden gerne mal mit dem zentrum paul klee). nun haben wir alles abgeklappert: bundeshaus und bundesterrasse, zytgloggenturm und altstadt, bärengraben und mattenquartier (den rosengarten haben wir ausgelassen), marzilibähnli und kaufhaus loeb. jaja, als bernerin kennen sie wahrscheinlich noch viel bessere sehenswürdigkeiten, aber für den vortrag reicht das allemal. der höhepunkt (haha!) war aber der aufstieg auf den münsterturm. für die tochter sowieso, sie liebt ja sportliche herausforderungen, aber auch für uns teilweise erkältungsbedingt hinterherkeuchende eltern! sie sehen es an den fotos...


nocheinmal hoch hinaus ging es am berchtoldstag, also am 2.januar, der hier in der schweiz teilweise noch arbeitsfrei ist. auf die wasserfallen wollte ich schon länger mal, wir kamen immer mal wieder auf unserem traditionellen winterausflug nach seewen ins musikautomatenmuseum auch durch reigoldswil, von wo aus man mit der bergbahn hochfahren kann, aber diesmal hat es endlich geklappt. nun konnte man zwar weder schlitteln, noch trottinetfahren, noch den seilpark besuchen. es hat aber zu einer wanderung, teilweise sogar noch mit aussicht, gereicht. und für den abstieg zur talstation war es auch nicht so schlimm, dass keine trottis oder schlitten unterwegs waren. kann man aber wieder mal machen.
vielleicht wenn die tochter grösser ist.

gestern nun hat für die meisten die arbeit wieder begonnen, auswärts und zuhause, die tochter durfte ausschlafen und einkaufen und ein bisschen für die schule arbeiten und ich habe in rekordzeit das nächste filzlehrgangswochenende vorbereitet, samt handout, arbeitsblättern, hausaufgabe. ok, ich denke ja auch schon eine weile darauf herum, und es ist das modul, das ich sowieso mit begeisterung übernommen habe, aber jetzt ist es fertig und das ist gut so. freitag noch die materialien heraussuchen und alles aufbauen und dann freue ich mich auf ein spielerisch-verfilztes wochenende!

Freitag, 30. Dezember 2016

jahresrückblick

ich frage mich zwar ernsthaft, woher ich in den letzten jahren die zeit für den jahresrückblick zwischen den jahren genommen habe, aber während der rest der familie den haushalt einigermassen in ordnung bringt, damit der silvesterbesuch morgen anrücken kann, bin ich für den jahresrückblick freigestellt worden. glücklicherweise habe ich gestern abend schon mal die (symbol-) bilder für die einzelnen monate herausgesucht, ein merkmal eint alle bilder, mal schauen, ob sie es herausfinden können. 


im januar war ich scheints im textilen sehr fleissig, da wird gesponnen, gestrickt und gefilzt und da werden auch sachen fertig - ein garn, ein schal, eine tasche-  und eine ausstellung zum thema besuchen wir auch noch. ausserdem feiern wir den geburtstag der tochter endlich auf der eisbahn nach und besuchen zum ersten mal die oper, bei einer untypischen aufführung zwar, aber dennoch schön.


der februar bringt mich ins grübeln. über die konstruktion von filzüberschuhen, aber auch über moderne faserarten und über die situation von ausländern in unserem gastland. am ende kommt alles gut, und auch der zweiteilige taschenfilzkurs für kinder und jugendliche wird ein erfolg. ausserdem schaffe ich es, gelerntes wieder aufzugreifen und weiterzuentwickeln.


die renovierungsarbeiten im oberen bad können wir gleich anfang märz abschliessen. der mich lange beschäftigende artikel in der feltmatters erscheint. und gleich fasse ich wieder neue aufgaben: die spinnhausaufgabe bringe ich vom spinntreffen mit nach hause, bei der frühlingsmailart mit siebdruckstoffen melde ich mich nach langem zögern an und ausserdem konkretisiert sich mein engagement bei der von der filzszene schweiz angebotenen filzausbildung.


das gemüse kommt im april wieder regelmässig und die ersten fisch-stöffchen trudeln ein, kai freut sich sehr über die patchworkbettwäsche zum geburtstag und wir fahren für eine woche nach prag!


jetzt im mai drängelt sich der garten wieder in den vordergrund... wenn es nur nicht immer so viel regnen würde, müssten wir uns nicht so viele sorgen um die tomaten machen. aber ich verbringe auch ein paar tage in hohebuch und lerne turkmenisch filzen, die fischpost neigt sich ihrem ende zu und alle stoffe werden gleich zu einer tasche verarbeitet.


im juni regnet es weiter, sorgen macht das vor allem in der gemüsegenossenschaft, vordergründig weil wir mehrfach aktionstage absagen müssen, aber vor allem weil das gemüse anstatt zu wachsen vor sich hin gammelt. einen abgesagten aktionstag nutzen wir zum aufräumen der bücherregale, ich filze eine tasche und einen lampenschirm, aber wir nutzen auch die regenpausen um draussen unterwegs zu sein. immerhin hat es immer genügend regenwasser um die viele geschenkte wolle einzuweichen! 


die sommerferien beginnen im juli und wir bleiben bis auf ein paar tage bei der oma zuhause. oder eben nicht, denn eigentlich nutzen wir die schönen warmen tage vor allem zu ausflügen, zum schwimmen, zum wandern aber eben auch zum im-garten-sitzen und ganz gelegentlich sogar zum nichtstun. und da ist ja auch noch die sommerpost mit ihren ganz speziellen herausforderungen!


auch der august bringt noch ein bisschen herumreiserei und noch einige schwimmbadbesuche, aber dann geht auch schon wieder die schule los und überhaupt muss endlich mal wieder was gearbeitet werden. mit hilfe des mittleren entsteht eine eigene homepage für das filzquadrat und der blog kehrt zu seinen ursprüngen zurück. filzarbeit mache ich am schreibtisch, denn das erste kurswochenende des filzlehrgangs ist schon am letzten augustwochenende!


der september bleibt sommerlich, es gibt jede menge gemüse und obst zu konservieren, auch die sommerpost trifft noch immer wöchentlich ein, bis aus ihr ganz fix ein büchlein wird. wir bekommen ein neues auto, erste hausaufgaben der filzlehrgangsteilnehmerinnen wollen beurteilt werden, kai ist ein paar tage studienhalber unterwegs und es nahen schon wieder die nächsten ferien.


mit dem oktober beginnen die ferien und der herbst. wir fahren nach mainz, die tochter und kai machen urlaub und ich widme mich die ersten drei tage unter anleitung von andrea noeske den filzfaltungen, danach erkunde ich gemeinsam mit den beiden mainz und umgebung. recht kühl, nass und neblig ist es geworden, aber auch in der zweiten ferienwoche zuhause machen wir noch ein paar schöne wanderungen. quitten werden verarbeitet und der garten so langsam für den winter vorbereitet.


im november beginnt die filzkurssaison so richtig, kinderfilzkurs, erwachsenenkurs und das vierte modul des filzlehrgangs lassen die materialkisten nicht zur ruhe kommen. gleichzeitig bereiten wir uns auf die dritte dorfweihnacht vor, die am letzten novemberwochenende, das zugleich das erste adventswochenende ist, stattfindet. und als ob das nicht alles schon genug wäre, melde ich mich spontan zur adventsmailart an.



so ganz zuende ist er ja noch nicht, der dezember. aber eine vorsichtige prognose sei erlaubt: da kommt nicht mehr viel, nicht einmal der erwartete silvesterbesuch, der leider erkrankt ist, während ich an diesem blopost herumdengelte.
das highlight im dezember, ein beinahe täglicher aufsteller, ist die adventspost! fast brauchen wir keine andere adventsdeko als die feinen muster - und natürlich das adventsfenster. auf den blog wirkt sich in ersten linie die anschaffung eines handlichen fotoapparats aus, den man nebenbei auch noch als telefon benutzen kann - öfter gibt es jetzt fotos auf instagram statt hier im altmodischen weblog.

mit 176 blogposts wird 2016 nicht das geschwätzigste jahr, aber mit etwas mehr als 35tausend gezählten besuchern bleibt mein publikum im verhältnis zum vorjahr mehr oder weniger konstant. herzlichen dank deshalb ihnen da draussen an den bildschirmen, die sie immer wieder hier mitlesen und gelegentlich auch kommentieren, was mich natürlich besonders freut!

und wenn wir gerade bei der statistik sind, wollen sie sicher auch noch wissen, was das schwimmen macht. 102,8 gezählte kilometer bin ich in diesem jahr geschwommen, dazu kommen noch ein paar kilometer fluss und andere freigewässer. damit konnte ich in einem jahr meine schwimmstrecke verdoppeln und habe etwa zweieinviertel kalendertage im wasser verbracht. schön wars, aber viel mehr werde ich im nächsten jahr nicht schaffen.

Dienstag, 27. Dezember 2016

adventsmailart - die dritten acht.


pünktlich zum 24.dezember traf dann hier auch noch die letzte karte ein - zwar war das nicht die 24. karte, aber ich hatte ja schon ein paar mal erwähnt, dass die ankunft der karten mit dem abschickdatum relativ wenig zu tun hatte. karten die am selben tag abgestempelt waren kamen hier mit bis zu fünf tagen unterschied an.
trotzdem freute ich mich sehr, dass das doppeldutzend zum heiligen abend komplett war! die karten stammen (von links oben nach rechts unten) von michaela (unverwechselbar mit fischen!), mareike (gold und türkis, ganz edel), christine (aha, das mit dem drehen funktioniert auch bei diesem wunderschönen muster), eva (augen, fische? auf jeden fall schön!), rima (ohne blog, dafür aber mit einem weihnachtsfisch mit mütze), saskia (nochmal ohne blog - dafür mit dem dem, was und hier am meisten fehlt: nämlich schnee!), clara (da geht es ganz edel blumig zu - ich musste an samenstände im schnee denken) und von katja (geometrisch-orientalisch).
euch allen noch einmal herzlichen dank! all unser adventsbesuch hat eure wunderschönen postkarten bewundert und mich ganz, ganz fest um sie beneidet! ein bisschen bleiben sie noch stehen - momentan finde ich es noch viel zu schade, all die schönen muster in einem buch verschwinden zu lassen!
noch mehr gestempeltes findet ihr bei tabea

Freitag, 23. Dezember 2016

unser gemüse heute


federkohl, nüsslisalat, lauch, eine pastinake, randen, sellerie, zwiebeln und knoblauch, rüebli.
so, das muss jetzt (zusammen mit den resten aus der letzten woche) für drei wochen reichen. denn zwischen weihnachten und dreikönig macht unsere gemüsekooperative ferien. und danach geht es bis märz im zweiwöchigen rhythmus weiter, weil es im wesentlichen sowieso nur lagergemüse zu verteilen gibt. sie bleiben also eine weile von allzuvielen gemüsebildern verschont. vielleicht überlege ich mir überhaupt mal was neues für das neue jahr... ich hab ja noch ein bisschen zeit.

diese woche (auf instagram)

der meckerpost sollte eigentlich garnicht so lange oben stehen bleiben, aber irgendwie kam immer wieder was dazwischen, wenn ich ihn ersetzen wollte. auch das ist schon ein guter grund, nicht so oft herumzumotzen.
die woche war mir aber eher so nach instagram.



eigentlich dachte ich ja auch, dass es ein wenig ruhiger wird in der letzen woche vor den festtagen, aber obwohl keinerlei termine mehr anstanden, gab es noch genug zu tun, hausaufgaben der filzlehrgangsteilnehmerinnen anschauen (und dabei ganz viel freuen!) ganz viele karten schreiben und immer wieder auch welche nachdrucken,

Ein von Stefanie Hofmann (@filzquadrat) gepostetes Foto am


ein bisschen geschenke basteln (so in allerletzter minute),
Ein von Stefanie Hofmann (@filzquadrat) gepostetes Foto am



Ein von Stefanie Hofmann (@filzquadrat) gepostetes Foto am

heute jetzt noch raclettekäse abholen, geschenke und karten in der nachbarschaft verteilen, ein bisschen haus in ordnung bringen, alles notwendige wohlsortiert in einzelne taschen verpacken und dann kanns morgen losgehen.


Montag, 19. Dezember 2016

the hidden agenda: heute steht konsum auf dem lehrplan


eigentlich würde ich hier ja jetzt gerne was über unser schönes wochenende in stuttgart (ha, alte heimat!) und auf dem fünfzigsten einer freundin, auf der ich unsere alte krabbelgruppe wiedergetroffen habe (oh, fast zwanzig jahre ist das jetzt her und nun sind wir miteinander in einer whatsappgruppe und ich versuche mir die ehemaligen krabbelgruppenkinder als abiturienten oder studenten vorzustellen) aber eigentlich beschäftigt mich hier etwas ganz anderes.
und entgegen dem netten gedanken hier nur aufzuschreiben, was schön war, motze ich hier jetzt mal so richtig rum. 
die schulklasse der tochter fährt morgen nämlich nach luzern. ziel ist es, die spenden, die mit dem adventssingen der schule erzielt wurden, der aktion "jeder rappen zählt" zu überreichen. diese aktion des schweizer radio srf sammelt in diesem jahr für kinder auf der flucht, an sich also nichts dagegen einzuwenden, sondern an und für sich zu begrüssen. dahingestellt sei, ob die spende unbedingt selbst überbracht werden muss, dazu noch von zwei sechsten klassen, insgesamt über dreissig kindern, die übrigens ins adventssingen oder gar für den spendenzweck auch nicht mehr eingebunden waren als alle anderen kinder der primarschule. das fahrgeld stammt aus der klassenkasse und wurde durch einen kuchenverkauf während der lesenacht aufgebracht. so weit, so gut.
aus dem infoblatt zu diesem spontanen ausflug (vor weihnachten stehen übrigens auch noch zwei klassenarbeiten an) ist zu entnehmen, dass die klasse, weil sowieso schon vor ort, dann gleich noch den besuch des weihnachtsmarkts ins programm aufgenommen hat, aus welchem grund empfohlen wird, den kindern 20 franken mitzugeben, nebst znüni, lunch und zvieri, denn unterwegs soll kein essen gekauft werden.
und ich frage mich, wozu bitte soll ich jetzt bitte meinem kind zwanzig franken mitgeben? damit es am weihnachtsmarkt irgendwelchen schund einkaufen kann? ungefähr im wert dessen, was jede familie am adventskonzert gespendet hat? (ich gehe bei 230 schülern grosszügig von 100 familien am konzert aus, 2100 franken wurden gesamt gespendet.)
und welches ziel hat jetzt dieser ausflug noch einmal genau? und welche vorstellung davon haben die kinder? und was wird den kindern in sachen weihnachtsfest da vermittelt? (jaja, ich weiss, trennung von kirche und staat und so, genau). reicht nicht schon der zwang zum wichteln (im advent jede woche einmal und vor weihnachten dann gerne noch ein grösseres geschenk), der event-adventskalender (jeden tag im advent organisiert ein anderes kind eine überraschung für die ganze klasse) und das frühstück am letzten tag vor den ferien? und wie war das nochmal mit weihnachten und dem kind im stall? genau, da kamen ja auch die heiligen drei könige und dann gab es einen haufen geschenke, oder war da sonst noch was?