Mittwoch, 7. Mai 2014

was neues ausprobieren


nach zwei wochen vorbereitung auf das grosse fest (was vor allem das erledigen der lange aufgeschobenen putzarbeiten, aufräumen, sortieren, zum schluss aber auch noch ein paar möbel umstellen, um platz für die gäste zu haben und kuchen backen, viel kuchen backen, bedeutete) und zwei tagen aufräumen nach dem fest musste ich ausprobieren ob ich überhaupt noch etwas anderes kann als haushalt. 
ganz hervorragend eignet sich dazu das neue buch von monika künti "einhängen und verschlingen". der untertitel "maschenbildung mit vorangeführtem fadenende" hört sich schon ein bisschen technisch an, aber da ich monika auch persönlich schon kennenlernen durfte, wusste ich schon, was mich da erwartet.
weil ich ja was machen wollte, habe ich die ersten vier kapitel überblättert, bin gleich zu den praktischen arbeiten gesprungen und habe mit dem "einhängen in reihen hin und her" begonnen. das klappt auch sehr gut, denn die anleitung geht in kleinen, detailliert beschriebenen schritten vor, dazu ist sie hervorragend mit zeichnung und fotos bebildert. fast ein bisschen ertappt fühlte ich mich von den "generellen bemerkungen zum arbeitsprozess", die sich unmittelbar an diese erste anleitung anschliessen ... da hat die autorin wohl geahnt, dass manch einer gleich losarbeiten will und fasst noch einmal ein paar dinge zusammen, die man in den kapiteln zuvor lesen hätte können...


auf diese art entstand dieses erste kleine probestückchen mit zehn maschen schlingen. momentan bin ich auf der suche nach der zehnten schlinge, aber kann so wenigstens wieder ganz die sorgen und nöte der tochter nachvollziehen, die gerade stricken lernt.
und langsam geht das! jede einzelne verbindung mus eingehängt werden, dann der ganze faden durchgezogen. das farbwechselnde garn hat mir sehr dabei geholfen, immer die richtigen schlingen zum durchstechen zu finden und die freude ist gross, jetzt, wo eine struktur sichtbar wird.
die technik fühlt sich sehr archaisch an, ich kann mir gut vorstellen, dass man das schon in der steinzeit gemacht hat. vielleicht wäre es an diesem punkt gut, das erste kapitel des buches über "vorkommen, verbreitung, objektvielfalt" zu lesen.
andererseits müsste ich vielleicht eher kapitel drei und vier lesen, damit ich eine der arbeiten anfertigen kann, die bei in kapitel fünf beschrieben sind... nein, ich blättere wohl lieber noch ein bisschen in der galerie.
eins möchte ich ihnen aber noch ans herz legen, lesen sie die seite zum thema "sich selbst aufgaben stellen" - egal welche (textile) technik sie bevorzugen, sie werden davon profitieren!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen