Sonntag, 15. Oktober 2017

herbstwanderung

heute morgen brachen wir relativ spontan in richtung unteres aaretal auf um ein bisschen durch den herbstlichen wald zu wandern. immerhin hatten wir würste zum grillen dabei, obst, brot, süssigkeiten, eine flasche tee. nicht dabei hatten wir: streichhölzer oder etwas anderes zum feuer machen. ausserdem verrirrten wir uns auf dem rückweg so grandios, dass wir beinahe in einen steinbruch gefallen wären. naja, letzteres nicht so ganz, aber immerhin wichen wir erheblich von der geplanten route ab, befragten unterwegs sicherheitshalber aber mal das gps und lokalisierten uns auf der karte von swisstopo. danach fanden wir schnell wieder den richtigen weg. 


wahrscheinlich waren wir so sehr ins bewundern des farbenspiels im wald vertieft, dass wir den richtigen abzweig verpassten, aber es war ja nicht so schlimm. schön war es im wald heute fast überall.


 wesentlich komplizierten hätte die sache mit den vergessenen streichhölzern werden können. wenn da nicht an der schrannenhütte der zufall oder die vorhersehung eingegriffen hätten.


kurz bevor wir die waldhütte erreichten, stellten wir fest, dass keiner daran gedacht hatte, feuerzeug einzupacken. an der hütte wollten wir zunächst nur kurz rasten um dann zur ruine besserstein weiterzulaufen, aber sicherheitshalber suchten wir mal am holzvorrat und im mülleimer nach liegengebliebenen streichhölzern. fehlanzeige, aber uns fiel im mülleimer ein leergebranntes grablicht auf und beim umherschauen eine gedenkeiche für einen "freund" (wir nehmen mal an, dass es ein jäger war), an deren fuss ein ewiges licht brannte.
immerhin feuer! nach einigen versuchen gelang es uns tatsächlich einen fidibus mit hilfe des grablichts anzuzünden und damit dann auch ein feuer. die würste schmeckten mindestens doppelt so lecker wie vom mit dem eigenen feuerzeug angezündeten feuer und der "freund", der vermutlich ja auch eine eher tiefe beziehung zum wald, zur natur und zu dieser waldhütte gehabt hat, wird uns das ausleihen seines lichts schon verzeihen!



wanderung vom remigen zur burgruine besserstein und zurück: https://s.geo.admin.ch/764c90c4b6

Freitag, 13. Oktober 2017

unser gemüse heute plus ein kleiner wochenrückblick


kartoffeln, zwiebeln, lattichsalat, spinat, stangensellerie, rucola, petersilie, fenchel, kohlrabi und blaukraut (zwei herzige kleine blaukrautköpfchen).
von der vergangenen woche ist auch noch ziemlich viel übrig, weil ich zuerst samstag und sonntag an der creativa in zürich für die filzszene war, und dann vier tage mit der tochter in deutschland bei meiner mutter. die restlichen verbliebenen familienmitglieder haben erfolgreich den riesigen endiviensalat bekämpft und den lauch auch verbraucht, aber für alles gemüse waren sie zu wenige esser und zu wenig zuhause.
wochenrückblick gefällig?


die zwei tage an der creativa waren anstrengend, aber schön. die resonanz auf unser angebot, auf den stand des vereins filzszene.ch, war gut - viele menschen haben sich für unser tun interessiert. wir haben von den filzobjekten der mitglieder einiges verkauft, aber auch alleine die präsenz der vielfalt an gefilztem hat ein schönes bild von der tätigkeit des vereins gegeben. interesse gab es auch für den filzlehrgang und die vor ort angebotenen kleinen workshops. mutig fand ich vor allem die menschen, die sich im rahmen eines solchen mini-workshops zum ersten mal an das thema filz herangewagt haben! ich selbst habe zwei solcher workshops gegeben und mich sehr über die gelungenen kleinigkeiten gefreut.


am samstag hatte ich zusätzlich viel spass am demofilzen - also einfach vor publikum zu zeigen, wie das geht mit dem filzen. am sonntag fand ich nicht mehr so richtig in die stimmung vom samstag und war froh, dass ich von einem anderen mitglied abgelöst wurde. viel freude hat mir auch das miteinander mit den anderen vereinsfrauen bereitet - auch als es am sonntagabend mehrere male kurz sehr anstrengend wurde, haben alle an einem strang gezogen und es so möglich gemacht, dass wir drei stunden nach ende der messe einen leeren raum und zwei volle autos hatten!


am montag sortierte ich dann mal schnell alles zurück, was ich an der creativa dabei hatte, und räumte noch ein bisschen rum und auf und machte mich am nachmittag mit der tochter auf den weg nach deutschland.
ein bisschen mithelfen, ein bisschen einkaufen, ein bisschen entspannen bei leckerem essen und am abend beim spielen, so gingen die vier tage bei meiner mutter im flug vorbei. die tochter hat diesmal jeden morgen zu fuss brötchen geholt - für uns, die wir in einem ort ohne bäcker und einkaufsmöglichkeit wohnen, eine sensation. ausserdem hat sie die ein-euro-shops in deutschland leergekauft, wir waren beim fabriksverkaufshopping, was mir auch ausschliesslich in dieser mutter-tochter und ich dazwischen-konstellation spass macht und ich habe tatsächlich unsere alten abgeschabten kaffeetassen ersetzt. bei schönem wetter haben wir dann noch die beiden balkone meiner mutter winterfest gemacht und bei schon nicht mehr ganz so schönem wetter ihr auto geputzt. und ich bin das erste mal selbst durch eine waschstrasse gefahren, gleich zweimal an einem tag, mit dem auto meiner mutter und unserem eigenen. die tochter wünschte sich waschstrasse zum drinsitzenbleiben und da konnte ich ja schlecht kneifen.


seit heute sind wir wieder zuhause und ich versuchte, vor dem tochtergeburtstag morgen wenigstens alles mitgebrachte zu verräumen und nicht zu viel haushaltssachen auf die nächste woche zu verschieben. das wetter verdient das prädikat "goldener oktober" und morgen werden wir trotz geburtstag ein bisschen im garten wirken.


Freitag, 6. Oktober 2017

unser gemüse heute


endiviensalat, spinat, rucola und petersilie im plastiksack, paprika, fenchel, randen, zwiebeln und knoblauch, auberginen, kartoffeln.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

handstulpenfilzen mit der waldspielgruppe

nun, eigentlich nicht mit der waldspielgruppe selbst, also den kindern, sondern mit den eltern der waldkinder. die haben wie schon in den vergangenen jahren recht zahlreich die gelegenheit genutzt, für ihre kinder fingerlose handschuhe zu filzen. 


wir machen das dann immer ganz praktisch: anstatt zwei stulpen filzen wir einfach eine lange und schneiden sie kurz vor dem letzten formgebungsprozess auseinander.


dadurch wird es nicht nur möglich, dass auch filzanfänger (und das sind die eltern in aller regel) in nützlicher frist ein paar stulpen filzen können, es bleibt auch noch zeit für die individuelle ausgestaltung der stulpen. oft gibt es wünsch (oder vorgaben?) der kinder in bezug auf farbe und dekor und daraus ergeben sich dann oft auch schöne gespräche unter den eltern, die einander sonst ja nur kurz treffen.


insgesamt gab es für neun kinder neue stulpen, nicht alle haben es aufs bild geschafft, aber inzwischen werden sie schon fleissig gebraucht!
allen neuen waldspielgruppenkindern wünsche ich eine schöne zeit im wald und mit den gruppenleiterinnen!

Mittwoch, 4. Oktober 2017

filzszene.ch an der creativa zürich



an der diesjährigen creativa zürich nutzt die filzszene schweiz die gelegenheit sich einem grösseren publikum vorzustellen.
am samstag und sonntag (7./8. oktober) stellen wir im konferenzsaal neben der eigentlichen ausstellungshalle filzobjekte der mitglieder aus, zeigen wie das eigentlich so geht mit dem filzen und bieten auch die gelegenheit in kleinen workshops selbst das filzen auszuprobieren.

ich selbst bin am samstagvormittag und am sonntag am stand, einerseits um als eine von drei kursleiterinnen über den filzlehrgang der filzszene zu informieren, andererseits werde ich ein  wenig demofilzen. am samstag um 13 uhr können interessierte mit mir ein kleines dreidimensionales objekt filzen, am sonntag um 11 uhr ein ebenfalls kleines geflochtene täschchen anfertigen. workshops geben ausserdem unter anderem noch katharina von allerleihrauhfilz und esther von grischarte.

den weg zum stand finden sie übrigens ganz einfach: immer den blauen filzstreifen mit den pinken dekorationen nach - wir freuen uns darauf, ihnen einen einblick in unsere arbeit zu geben!


Dienstag, 3. Oktober 2017

sonntagswanderung

ohne auto, an einem kurzen wochenende mit nicht wirklich überzeugendem wetter fahren wir mit dem bus auf die baldegg und nehmen den fusspfad richtung gebenstorfer horn. unterwegs im wald sehen wir richtig viele pilze und auch pilzsammler, die man gut an ihren körbchen erkennen kann. 


 den kennen wir gut. ein körbchen hätten wir für ihn aber nicht mitbringen müssen.


 die sind besonders fotogen, aber könnte man sie essen? immer wieder diskutiert, aber an das pilzsammeln trauen wir uns doch nicht so recht dran. obwohl kai als kind mit seinen grosseltern oft zum pilzesammeln unterwegs war, obwohl es in baden auch eine pilzkontrolle gibt, verschieben wir das pilzesammeln immer wieder auf später mal.


 wir sammeln weiter mit der kamera.


 auch die eher unansehlichen exemplare machen so noch grosse freude.


 es gibt aber auch immer noch so viel anderes zu sehen! (und meistens müssten wir die pilze ja noch stundenlang herumtragen, weil wir ja noch weiterwandern wollen.) da hat wohl jemand einen nistkasten zweckentfremdet. von unten konnte man erahnen, wie die wespen hier schicht für schicht waben einbauen und dann eine wand darum herum zimmern. spannend auch die aussenseite des nests, das schön unregelmässig gestreift ist, je nachdem woher die wespen ihr baumaterial nehmen!


dieser dicke baumstamm ist garnicht so alt wie man denken würde, nur etwa 46 jahre. naja, die tochter fand das schon alt, kai und ich eher nicht. die jahresringe lagen etwa jeweils 2 zentimeter voneinander entfernt, die riesige thuja muss also sehr rasch gewachsen sein.


 schwebebalkenübung am wegesrand. geht auch mal in wanderschuhen.


die tochter fotografiert cosmeen und hadert mit dem autofocus. 


vom gebenstorfer horn geht es runter an die reuss.


 kaffeepause im restaurant "kurve" in unterwindisch. (mit regenbogen auf der tasse!)


die windischer haben den bärner bären auf dem kirchturm. (wie viele ortschaften und schlösser gehörte auch windisch zum berner aargau und wurde erst von napoleon von der berner herrschaft befreit.)


ab 1828 baute dann heinrich kunz, der auch "spinnerkönig" genannt wurde, an der reuss eine baumwollspinnerei auf. das spinnereiareal ist längst umgewandelt in wohnungen und büros, aber der name bleibt. 

 weiter spazieren wir nun mehr durch das grosse parkareal des ehemaligen klosters königsfelden, auf dem heute eine grosse psychiatrische klinik untergebracht ist.


über die strasse kommen wir auf das areal der fachhochschule nordwestschweiz, hier wurde in den letzen jahren unter dem label "vision mitte" viel gebaut und windisch und brugg sind beinahe zusammengewachsen, was die beiden gemeinden immer wieder mal über eine gemeindefusion nachdenken lässt.


wir erreichen damit den bahnhof brugg und machen uns auf den heimweg, mit bahn und bus.